Vorderkammerlinsen

Diese Linsen werden in die vordere Augenkammer, also vor die Regen- bogenhaut (Iris) implantiert und oft an ihr fixiert. Die körpereigene Linse bleibt erhalten.

Dadurch können Kurz- und Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmungen korrigiert werden. Nach dem medizinischen Eingriff können sie vollständig auf eine Brille oder Kontaktlinsen verzichten.

Überblick über Vorderkammerlinsen (VKL)

Künstliche Zusatzlinsen (künstliche Intraokularlinsen, P-IOL) werden aus unterschiedlichen Materialien gefertigt. Vorderkammerlinsen bestehen entweder aus hartem PMMA oder weichen Materialien wie Silikon- oder Acryl-Verbindungen. Es gibt auch P-IOLs die aus mehreren Materialien zusammengesetzt sind. Dabei ist die Grundstruktur aus hartem und die eigentliche Linse aus weichem Material.

Um ein Verrutschen der Linsen und eine Verletzung der Rückseite der Hornhaut zu vermeiden werden die Linsen im Auge fixiert. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für die Befestigung der Vorderkammerlinsen. Entweder werden sie im Kammerwinkel am Übergang von Hornhaut zur Iris (Regenbogenhaut) befestigt (sogenannte Kammerwinkel-fixierte VKLs) oder an der Regenbogenhaut selbst (Iris-fixierte VKLs).

Die starren (harten) Vorderkammerlinsen werden durch einen ca. 5 mm großen Schnitt vor die körpereigene Linse implantiert. Die weiterentwickelten flexiblen Linsen wie beispielsweise die Artiflex-Linse lassen sich bereits falten. Dadurch kann die bisher benötigte Schnittlänge auf 3 mm zu reduziert werden.

Anwendung von Vorderkammerlinsen

Diese Linsenart bietet Patienten eine Alternative zu Brille und Kontaktlinsen, wenn eine LASIK oder andere laserchirurgische Verfahren, aufgrund einer einer zu dünnen Hornhaut oder anderer Kriterien, nicht anwendbar sind.

Der Einsatz von Vorderkammerlinsen wie beispielsweise der Artisan-Linsen findet in Deutschland bereits seit 1997 Anwendung. Der Behandlungsspielraum von Fehlsichtigkeiten mittels einer VKL reicht von +8,0 Dioptrien bis zu -20,0 Dioptrien. Auch Stabsichtigkeit kann bis zu -6,0 Dioptrien korrigiert werden.

Die Linsen eignen sich hauptsächlich zur Anwendung bei jungen Patienten bis ca. 45 Jahren, da die Akkommodationsfähigkeit der körpereigenen Linse beim Eingriff nicht beeinträchtigt wird.

Für Patienten bis 40 Jahre



1.545 €

Preis gilt pro Auge
inkl. Voruntersuchung

Patienten sollten folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Volljährige (min. 18 Jahre), mit einer gesunde Hornhaut bis ca. 45-Jährige
  • Stabile Sehstärke seit mindestens einem Jahr
  • keine Schwangerschaft
  • keine Augenerkrankungen wie z. B. „Graue Star“
  • Sie leiden nicht unter einer Immunerkrankung (z. B. Diabetes mellitus Typ II)
  • Sie besitzen eine Vorderkammertiefe von mindestens 3,0 mm

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Vorteile von Vorderkammerlinsen

Es ist keine Hornhautabtragung nötig. Deshalb ist das Verfahren auch für Personen mit sehr dünner Hornhaut geeignet.

Außerdem können auch sehr hohe Fehlsichtigkeiten korrigiert werden.

Durch die Fixation im Auge können die Vorderkammerlinsen nicht verrutschen oder herausfallen. Außerdem benötigen sie keinerlei Pflege.

Bereits einen Tag nach der OP stellt sich bei ca. 70 % der Patienten ein Behandlungserfolg ein. Eine vollkommene Stabilität des Sehvermögens stellt sich meist bereits nach etwa 8 bis 10 Wochen ein.

Die körpereigene Linse bleibt erhalten und damit auch die Fähigkeit zur Akkommodation.

Nebeneffekte bei Vorderkammerlinsen

In extrem seltenen Fällen kann, durch die räumliche Nähe der Linse zur Rückfläche der Hornhaut, die Zellschicht der Hornhautrückfläche beschädigt werden.

Aber durch die Einhaltung der Indikationskriterien für künstliche Zusatzlinsen, die Verbesserung des Linsen-Designs und regelmäßiger postoperativer Kontrollen tritt diese Komplikation in der Praxis tritt nur in extrem seltenen Fällen auf.

Um solchen Fällen vorzubeugen ist es in den ersten Monaten und Jahren nach der Operation wichtig die regelmäßig stattfindenden Untersuchungen der Hornhaut wahrzunehmen.

Sehr selten kann es auch zu einer Trübungen der natürliche Linse (grauer Star) oder einem Anstieg im Augeninneren (grüner Star) kommen.

In sehr seltenen Fällen können Augenprellungen oder anderen Verletzungen des Auges, zur Ablösung der Fixierung und einem Verrutschen der Linse kommen. Die Linse kann danach durch einen kleinen Eingriff erneut befestigt werden.

Preisliste für Kunstlinsenimplantate und Linsenimplantate

Verfahren Beschreibung Preis pro Auge 1 Preis zwei Augen 1
Visian® ICL™ (Zusatzlinse)Bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit 1.545 €3.090 €
Visian® ICL™ - AquaFlow™ (Zusatzlinse)Bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit (Ermöglicht Kammerfluss) 1.595 €3.190 €
Visian ® Toric ICL™ (Zusatzlinse)Bei Kurzsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung bis ca. 6 Dioptrin.1.745 €3.490 €
Visian® Toric ICL™ - AquaFlow™ (Zusatzlinse)Bei Kurz- & Weitsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung (ermöglicht Kammerfluss) 1.800 €3.600 €
Visian ® Toric ICL™ (Zusatzlinse)Bei Weitsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung bis ca. 6 Dioptrin.1.800 €3.600 €
1 - Voruntersuchung inklusive.
Vergleich der Augenkorrekturverfahren OP-Vertrag OP-Terminvergabe Kreditfinanzierung

Die Augenkorrektur Verfahren detailliert erklärt

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Herr Frau Andere

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