Implantation von künstlichen Zusatzlinsen in der Augenkammer

Künstliche Zusatzlinsen werden zusätzlich zur natürlichen Augenlinse implantiert. Diese helfen den körpereigenen Augenlinse die Lichtstrahlen zu fokussieren und ein präzises Bild auf der Netzhaut zu produzieren.


Zwischen folgenden zwei Zusatzlinsen wird unterschieden:

Vorderkammerlinsen

Durch das Implantat kann auf eine Brille oder Kontaktlinsen vollständig verzichtet werden.

Info: Kontaktlinsenimplantate in Form von künstl. Zusatzlinsen

Bei diesem Verfahren erfolgt die Implantation einer Kunstlinse zusätzlich zur körpereigenen Linse in das Auge. Unterschieden wird dabei zwischen zwei Linsentypen, die auch als sogenannte Kontaklinsen-implantate (inplantierbare Kontaktlinsen, ICL) bezeichnet werden.

Dabei unterscheidet man in Hinter- und Vorderkammerlinse.
Die Hinterkammerlinse (meist ICL genannt) wird zwischen die Iris und die körpereigenen Linse platziert. Die Vorderkammerlinse sitzt in der Augenvorderkammer zwischen Hornhautrückfläche und Irisvorderfläche.

Dadurch dass die Linsen im Auge und damit unmittelbar am optischen Knotenpunkt sitzen, entsteht ein schärferes Bild auf der Netzhaut. So bekommt der Patient mit einer Zusatzlinse eine höhere Sehschärfe als davor mit einer Brille oder Kontaktlinsen. Außerdem ist das Sichtfeld nach außen hin nicht begrenzt. Bei Brillen wird das Sichtfeld durch die Gläser und das Gestell eingegrenzt. Zusatzlinsen sitzen besonders stabil im Auge und Sehbeeinträchtigungen z. B. durch verrutschende Kontaktlinsen existieren nicht.

Die Methode einer Linsenimplantation ist besonders für Patienten mit mehr als -8 dpt (Kurzsichtigkeit) oder mehr  als +3 dpt (Weitsichtigkeit) geeignet, da es im Gegensatz zur Lasermethode, hinsichtlich der Abtragung von Gewebe keine Grenzen gibt.
Eine LASIK-Behandlung kann nur bis zu einem Wert von ca. -10 dpt durchgeführt werden. Wohingegen Zusatzlinsen bis ca. -20 dpt korrigieren können. Bei Patienten, die aufgrund einer zu dünnen Hornhaut (unter 500 Mikrometer) nicht für eine LASIK-Operation in Frage kommen, kann die Fehlsichtigkeit mit einer künstlichen Zusatzlinse korrigiert werden.

Vorteile der künstlichen Zusatzlinsen

Linsenimplantate bieten zahlreiche Vorteile. Bei der Nutzung einer künstlichen Zusatzlinse kann die körpereigene Linse erhalten bleiben und bewahrt ihre natürliche Akkommodation (Naheinstellungsfähigkeit).

Durch die Lokalanästhesie kann der Eingriff schmerzfrei durchgeführt werden und auch postoperativ sollten keine Schmerzen auftreten.

Die Operationen können meistens ambulant und innerhalb von 20 Minuten durchgeführt werden.

Kunstlinsen haben im Normalfall eine lebenslange Haltbarkeit und sind aufgrund der Verwendung von Biomaterialien sehr gut verträglich. Bei Bedarf können die Zusatzlinsen jederzeit wieder entfernt oder ausgetauscht werden.

Nach dem Eingriff werden Sie die Linse weder sehen noch spüren. Außerdem bekommen sie ein freies Sichtfeld, da die Einschränkung durch ein Brillengestell entfällt.

Der Erfolg der Behandlung ist schnell spürbar. Bereits nach wenigen Tagen können Sie wieder Auto fahren und beruflichen sowie sportlichen Aktivitäten nachgehen.

OP Vorbereitung bei Zusatzlinsen

Welche Untersuchungen sind erforderlich, bevor die ergänzende Augenlinse eingesetzt werden kann?

Die Voruntersuchungen für so eine Operation sind vergleichbar mit der Katarakt-Operation (Grauer Star) bzw. mit einer Laserbehandlung der Hornhaut. Der Patient wird bei einem Vorgespräch, der sogenannten Anamnese, befragt. Außerdem wird ein Sehtest ohne und mit Sehkorrektur (mittels vorgesetzter Gläser) durchgeführt.

Die Augen werden einer genauen Betrachtung unterzogen. Dabei müssen sowohl der vordere Teil als auch die Netzhaut beurteilt werden. Um eine bessere Sicht zu erlangen, werden die Pupillen durch Augentropfen erweitert. Außerdem wird der Augeninnendruck bestimmt. Bei der Biometrie werden die Augen mit Spezialgeräten exakt vermessen, um genaue Werte für die Brechkraft der künstlichen Linse berechnen zu können.

Vor der Behandlung sollten einige Dinge beachtet werden:

  • 7 Tage vor der Voruntersuchung sollten keine Kontaktlinsen getragen werden (harte Kontaktlinsen bis max. 2 Wochen vorher)
  • Der Dioptrien Wert sollte in den letzten 12 Monaten konstant geblieben sein
  • Es darf keine Schwangerschaft vorliegen und nicht gestillt werden
  • Patient darf an keinen entzündlichen oder chronischen Augen-erkrankungen leiden
  • Das Immunsystem sollte nicht geschwächt sein
  • Die Behandlung ist nur bis 38 maximal 50 Jahren möglich- für ältere Patienten bieten wir verschiedene Linsenimplantate an.
  • Am Tag der Voruntersuchung und der OP muss auf jegliche Kosmetika sowie Parfüm verzichtet werden
  • Nach der Untersuchung und bis mind. 2 Tage nach dem Eingriff dürfen Sie kein Auto fahren

OP Ablauf Zusatzlinsen

Für Patienten bis 40 Jahre



1.545 €

Preis gilt pro Auge
inkl. Voruntersuchung

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Gute Gründe für künstliche Zusatzlinsen

  • Lange Erfahrung und 
    erfolgreiche Verwendung von Kunstlinsen 
  • Korrektur aller Fehlsichtigkeiten (außer Alterssichtigkeit)
  • kein eingschränktes Sichtfeld 
  • sehr gute Verträglichkeit
  • minimalinvasiver und reversibler Eingriff

Voraussetzungen für künstliche Zusatzlinsen

Künstliche Zusatzlinsen eignen sich besonders für Patienten bis ca. 45 Jahren.

Die Brillen- oder Kon­takt­lin­sen­stär­ke sollte seit mindestens einem Jahr stabil sein.

Unter welchen Voraussetzungen kann die Implantation einer Zusatzlinse nicht durchgeführt werden?

  • Bei chro­ni­schen Augen­ent­zün­dun­gen oder Augenerkrankungen (wie z. B. Grauer oder Grüner Star)
  • In der Schwan­ger­schaft oder Stillzeit
  • wenn die ana­to­mi­schen Vor­aus­set­zun­gen der Horn­haut zur Implan­ta­tion nicht passend sind
  • bei Pati­en­ten unter 18 Jahren

FAQ- künstliche Zusatzlinsen

Antworten auf häufige Fragen 

künstl. Zusatzlinsen & ICL
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Allgemeiner Operationsablauf einer Implantation von künstlichen Zusatzlinsen:

Die Dauer des Eingriffes beträgt ca. 20 Minuten.
Phase 1: Vorbereitung 
Vor der OP wird das Auge mittels Augentropfen betäubt und die umliegende Haut desinfiziert. Zur Fixierung des Auges setzt der Arzt einen Lidsperrer ein. 
Phase 2: Minimalinvasiver Schnitt in der Hornhaut
Die Hornhaut erhält seitlich einen kleinen minimalinvasiv durchgeführten Schnitt von 2 bis 3 mm.
Phase 3: Einsetzen der künstlichen Linse (P-IOL)
Die angepasste Kunstlinse wird gefal­tet und mit Hilfe eines Injektors durch die Inzision (der Schnitt in der Hornhaut) in das Auge, vor die natür­li­che Linse, ein­ge­führt und entfaltet. Durch die flexible Form und Faltbarkeit der Linse kann der Eingriff minimalinvasiv erfolgen. Durch den Einsatz von Lasern wird die Größe des Schnit­tes (auf 2-3 mm) minimiert, der Hei­lungsprozess beschleunigt und in den meisten Fällen wird keine Naht mehr benötigt.
Phase 4: Künstliche Zusatzlinse Linse sitzt im Auge
Je nach Lin­senart sitzt sie in der Vorderkammer oder Hinterkammer des Auges. Entsprechend der unterschiedlichen Linsenmodelle werden einige Zusatzlinsen noch mit Bügeln fixiert (vor allem Vorderkammerlinsen).

Sitz der Vorderkammerlinse (VKL)

Sitz der Hinterkammerlinse (HKL)

Preisliste für küchtliche Zusatzlinsen und den Linsenaustausch mit IOL

Verfahren Beschreibung Preis pro Auge 1 Preis zwei Augen 1
Visian® ICL™ (Zusatzlinse)Bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit 1.545 €3.090 €
Visian® ICL™ - AquaFlow™ (Zusatzlinse)Bei Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit (Ermöglicht Kammerfluss) 1.595 €3.190 €
Visian ® Toric ICL™ (Zusatzlinse)Bei Kurzsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung bis ca. 6 Dioptrin.1.745 €3.490 €
Visian® Toric ICL™ - AquaFlow™ (Zusatzlinse)Bei Kurz- & Weitsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung (ermöglicht Kammerfluss) 1.800 €3.600 €
Visian ® Toric ICL™ (Zusatzlinse)Bei Weitsichtigkeit mit Hornhautverkrümmung bis ca. 6 Dioptrin.1.800 €3.600 €
1 - Voruntersuchung inklusive.
Vergleich der Augenkorrekturverfahren OP-Vertrag OP-Terminvergabe Kreditfinanzierung

Regeneration und Nachversorgung

Die Seh­schärfe ver­bes­sert sich kon­ti­nu­ier­lich inner­halb weni­ger Stun­den nach der Ope­ra­tion, so dass Auto­fah­ren ohne Seh­hilfe bereits nach weni­gen Tagen mög­lich ist. In den ers­ten Wochen nach der Ope­ra­tion kön­nen die Augen dabei noch etwas licht­emp­find­li­cher sein als sonst.

Die Nachversorgung und -kontrollen fin­den üblicherweise in fol­gen­den Abstän­den statt:

am ers­ten Tag nach der Behandlung
nach 1 Woche
nach 4 Wochen
nach 1 Jahr

Danach sollte man einmal im Jahr den Zustand der Horn­haut überprüfen lassen.
Mehr Informationen zum Aufbau des menschlichen Auge und dessen Funktionsweise.
Das Auge im Detail

Die Augenkorrektur Verfahren detailliert erklärt

Kontaktaufnahme bei Fragen oder Interesse an einer künstlichen Zusatzlinse

Herr Frau Andere

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  • LASEK & PRK mit Cut
  • Künstliche Zusatzlinsen
  • IOL Linsenaustausch

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