Vor und nach Ihrer OP: Genießen sie die Kulturhauptstadt Prag

Die hunderttürmige Hauptstadt am Moldaubogen lässt schon seit Jahrhunderten das Herz von Dichtern, Malern und auch Photographen höher und schneller schlagen. Eine Stadt, die Tausende von Geschichten erzählt, mit unvergänglicher Schönheit und einem Zauber, dem sich der Spaziergänger nur schwer entziehen kann.

Nach Ihrer OP können Sie sich bei der Betrachtung berühmter Kulturdenkmäler und Sehenswürdigkeiten über Ihre neu erlangte Sehstärke freuen. Gönnen Sie sich diese Auszeit nach der OP!

Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Prag

Sie waren noch nie in Prag? Hier die besten Empfehlungen für Sehenswürdigkeiten und interessante Orte.

Karlsbrücke: das Wahrzeichen der Stadt, eine der ältesten Steinbrücken in Europa. Sie verbindet die Altstadt mit der „Kleinseite“, ein Stadtteil Prags. Über diese Brücke führte der Krönungsweg der böhmischen Könige.

Prager Burg: bildet das größte geschlossene Burgareal der Welt. Wurde im 9. Jahrhundert gegründet und war sowohl der Sitz der böhmischen Herzöge und Könige, zweier Kaiser des Heiligen Römischen Reichs als auch der Sitz des tschechoslowakischen Staatspräsidenten. Heute residiert hier der Präsident der Tschechischen Republik. Innerhalb der Burganlage befindet sich der Veitsdom. Für jeden Prag-Besucher ein Muss. Es kommen jährlich 1,42 Millionen Touristen hierher.

Hradschin (tschech.Hradčany): die Bedeutung des tschechischen Wortes ist Ort bei der Burg. Ein Stadtteil Prags, früher zusammen mit der Altstadt und der Kleinseite eine eigene Prager Stadt. Hier liegt der Loretoplatz mit dem Sitz des tschechischen Außenministeriums und dem Loreto-Wallfahrtsort. Letzterer ist einer der meist besuchten Wallfahrtsorte der katholischen Welt.

Wenzelsplatz: in der Mitte von Prag, 1848 nach dem Heiligen Wenzel von Böhmen benannt. Mit etwa 750 m Länge gehört er zu den größten städtischen Plätzen in Europa. Hier sprach Václav Havel im November 1989 und forderte die politische Umgestaltung des Landes.

Nationalmuseum: erbaut 1885- 1891 im Stil der Neorenaissance von Josef Schulz. Mit einer über 100 m langen Vorderfront, die über eine Rampe erreichbar ist. Auf dem Zugang befindet sich eine allegorische Darstellung Tschechiens mit Mähren und Schlesien, Elbe und Moldau von Antonín Pavel Wagner. Im Hauptgebäude befinden sich historische, archäologische sowie künstlerische Exponate aus der Geschichte Böhmens.

Rudolphinum: ein Konzert- und Galeriegebäude am rechten Ufer der Moldau in der Prager Altstadt. Ebenso wie das Nationalmuseum im Neorenaissance Stil aber in den Jahren 1876-1884 erbaut. Hier spielt das Orchester der Tschechischen Philharmonie im berühmten Dvořák-Saal.

Kampa: ist eine 2,65 Hektar große Halbinsel zwischen der Moldau und dem Teufelsbach. Darauf befindet sich der Kampa-Park, welcher sich für ausgedehnte Spaziergänge anbietet. Der Park beherrbergt auch das Museum Kampa in dem moderne Kunst aus Mitteleuropa gezeigt wird. Der nördliche Inselteil ist mit Häusern bebaut und gilt als Prager Venedig.

Alter jüdischer Friedhof: einer der bekanntesten jüdischen Friedhöfe in Europa. Der älteste Grabstein ist von 1439, viele bedeutende Personen des jüdischen Lebens sind hier bestattet.

Altneu-Synagoge: in der Josefstadt ist die älteste unzerstört erhaltene Synagoge in Europa und einer der frühesten gotischen Bauten Prags. Sie wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts erbaut und ist noch immer das religiöse Zentrum der Prager Juden.

Vyšehrad (deutsch: Wyschehrad): einer der bekanntesten frühmittelalterlichen Burgwälle in Böhmen. Hier befindet sich die St.-Peter-und-Paul-Kirche und der Vyšehrader Friedhof auf dem u. a. die weltberühmten Komponisten Smetana und Dvořák ihre letzte Ruhestätte fanden.

Die „Goldene Stadt" Prag

Das Prager Stadtwappen

Das Prager Stadtwappen trägt seit 1991 die Inschrift „Praga Caput Regni Republica“ (Latein: „Prag, das Haupt der Republik“). Zu Recht, da ihre Bedeutung für die tschechische Republik und auch für ganz Europa sicher nicht zu unterschätzen ist. Als fünfzehnt größte Stadt Europas, als eine der reichsten Regionen der EU, mit einer der niedrigsten Arbeitslosigkeitsquoten, ist ihre wirtschaftliche wie kulturelle Bedeutung immens. Nicht nur in der Neuzeit, auch historisch war Prag schon immer etwas Besonderes, die „Goldene Stadt“.

Schon im 10. Jahrhundert schriftlich erwähnt, genoss Prag früh den Ruf eine der schönsten Städte der Welt zu sein. Über die Jahrhunderte war Prag unter vielen Namen bekannt: „Die Goldene Stadt“, „Die Hunderttürmige Stadt“, „Die Krone der Welt“, „Der steinerne Traum“. Die verschiedenen Kulturen (die tschechische, die jüdische und die deutsche) die hier über Jahrhunderte aufeinander trafen, haben Prag zu einem der wertvollsten städtebaulichen Unikate der Welt gemacht. Von Gotik und Barok geprägt, präsentiert Prag für den an Architektur und Geschichte Interessierten einige extrem besuchenswerte Sehenswürdigkeiten. So wundert es nicht, dass die Stadt zu den zehn meistbesuchten in Europa zählt.

Viele bedeutende, historische Persönlichkeiten waren von Prag fasziniert. Von der Schönheit und den wunderbaren Baudenkmälern der Stadt bezaubert waren u. a. W. A. Mozart, L. van Beethoven, G. Apollinaire, P. I. Tschaikowski, F. N. Dostojewski, A. Rodin, O. Kokoschka sowie die britische Königin Elisabeth II und der Papst Johannes Paul II.

Auch im Schaffen Jan Nerudas, Jaroslav Haseks, Jaroslav Seiferts, Franz Kafkas, Max Brods oder Egon Erwin Kischs spiegelt sich Prag als die Geburtsstadt dieser Dichter und Schriftsteller wider.

Prag stellt einen einzigartigen Baudenkmalkomplex dar. Hoch über dem historischen Kern ragt die Prager Burg empor. Faszinierend in ihrer Verbindung unterschiedlichster Baustile, den verschiedenen Herrschern aus unterschiedlichsten Zeiten und Kulturen geschuldet. Jede dort residierende Kultur hat versucht das Bild der Burg ihren kulturellen Vorstellungen von Architektur anzupassen.

Der historische Stadtkern erstreckt sich entlang der Moldauufer und besteht aus sechs Teilen, einst selbständigen Städten, die im 18. Jahrhundert vereinigt wurden. Es sind die Altstadt, die Josefstadt (erhalten gebliebener Teil der ehemaligen Judenstadt - heute ein Bestandteil der Altstadt), die Neustadt, die Kleinseite, Hradschin (das Burgviertel) und Vysehrad. Dort sind auch die meisten Baudenkmäler, Museen und Galerien konzentriert. Neben Gotik und Barok finden sich hier auch bedeutende Bauwerke der Neorenaissance.

Der historische Stadtkern Prags mit einem Ausmaß von 866 ha wurde im Jahre 1992 ins UNESCO-Verzeichnis des Weltkultur- und Weltnaturerbes aufgenommen.

Prager Sehenswürdigkeiten

Die Prager Burg bei Nacht
Die Karlsbrücke
Das Prager Nationalmuseum
Das Rudolfinum
DIe Rathhausuhr (Orologio astronomico)
Die Altneu Synagoge

Die schönsten Aussichten

Die schönsten Aussichten in Prag haben Sie von diesen Punkten:
  • Vom Smetanovo nabrezi - Novotneho lavka (Smetana-Kai - Novotny-Steg)
  • vom Altstädter Rathausturm
  • vom Pulverturm
  • vom Altstädter Brückenturm
  • vom Kleinseitner Brückenturm
  • vom Turm des St.-Veit-Wenzel-und-Adalbert-Doms
  • von der Aussichtsrampe der Prager Burg auf dem Vorplatz der Burg (Hradcanske namesti)
  • vom Aussichtsturm auf dem Petrin-Hügel
  • aus dem Park von Letna am Hanavsky-Pavillon, vom vom
  • vom Glockenturm der Kleinseitner St.-Nikolaus-Kirche, vom vom
  • vom Fernsehturm in Zizkov
  • vom Vysehrad.

Museumstipps

Bedeutende Persönlichkeiten der Geschichte und Gegenwart trifft man im Prager Wachsfiguren-Museum.
Die Nationalgalerie ist nach dem Pariser Louvre die zweitälteste in Europa.
Das Museum des tschechischen Kubismus begleitet diese Stilrichtung seit der Zeit ihrer Anfänge über die Jahre ihrer Entfaltung.